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Anglersglück

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Heute möchte ich mal beginnen und hier in der Mitgliederredaktion einen Bericht einstellen, der einen wundervollen Tag an einem unserer Seen beschreiben soll.

Vatertag, was tut man(n) an einem solch für alle so wichtigen Tag? Man geht Angeln.

Also flugs meinen Schwager Uwe anrufen, er soll doch eine Tageskarte ausstellen und mit an den See bringen. Erst mal den Rucksack packen, die Gerätschaften kontrollieren, ein gutes Vesper verstauen und ab ins Auto.

An unseren Seen in Deisenhausen angekommen, warte ich erst mal auf Uwe. Nach 15 Minuten werde ich dann nervös, ob er auch kommt, aber schon erreicht mich das vertraute geklapper seines VW Bus Diesel. Die Karte bezahlen und ab ans Wasser. Ich habe mich heute fur den kleinen Seiboldsee 2 entschieden. Woow !!! Glasklares Wasser! kein Wind, die Sonne am Himmel, ja das ist das wahre Leben. Also erst mal auspacken. Mist !! Stuhl vergessen.naja egal der Eimer tut's auch. Als Köder nehme ich heute erst mal die leckeren Kartoffeln aus dem Glas und ziehe sie mit einer Ködernadel, die wie immer in der hintersten Ecke des Koffers zu finden war, auf den Haken und raus damit. Verd.... wahr wohl zu kräftig. Die Kartoffel landet fast am anderen Ufer, aber ohne meinen Haken. Also nochmal und jetzt klappts.

Die Schnur liegt ruhig auf dem Wasser und überall springen die Fische. Enten kreisen über dem See und es ist Stille. Zufrieden mit dem Leben setze ich mich auf den Boden und schaue aufs Wasser, immer meine Schnur im Augenwinkel. Hmm schon 10 Minuten da und noch kein Zupfer :-( . Also erst mal nen Kaffee einschenken und die Ruhe geniessen. Halbe Stunde schon und NIX. Also Angel raus und den Köder kontrollieren. Aha die Kartoffel is weg, da kann ja nichts beissen. Neu montieren und raus damit. Kaffee Nummer 2 einschenken und in die Sonne blinzeln. Verschlafen nehme ich nach einiger Zeit ein unbekanntes Geräusch war. AAAAAHHH ! die Schnur läuft wie sa.. Sauber anschlagen, ein schöner aber leichter Drill und ich habe ihn vor mir. Grrrr. Wahrscheinlich aus dem Gutterweiher geflohen, gerade mal ein wenig größer als meine Handfläche. Wo tut der wohl die Kartoffel hin mit seinem kleinen Maul, denk ich mir und lass ihn gehen (schwimmen) . Also, nochmal die Montage und ab damit. Aber ! kaum sitze ich auf meinem Provisorium, (dem Eimer) läuft meine Schnur schon wieder. Diesmal aber langsam und stetig, so wie man es mag. Das muss er sein, denk ich bei mir und schlage an. Wieder ein leichter Drill , der hat wohl seinen kleinen Bruder geschickt. Doch als er zum ersten mal seine Barteln aus dem Wasser hebt, geht er ab wie eine Rakete. Nach so 5 Minuten habe ich ihn dann sicher im Kescher. Ein schöner Spiegelkarpfen, 57 cm groß (natürlich erst nach dem Abtöten gemessen). Ich bin zufrieden. Heute gibt es kein Grinsen von meinen Lieben, wenn ich nach Hause komme.

Hände waschen, die Kartoffel neu aufziehen und raus damit. Bedächtig beobachte ich meine langsam absinkende Schnur. Ich wunder mich nur, wie tief der See sein muss, da die Schnur immer noch sinkt. Ich muss nicht lange grübeln, bis es in mir wie ein Blitz einschlägt. Da ist schon wieder was dran, das gibt es doch gar nicht. Also wieder schön vorsichtig die Rute zur Hand und anschlagen. Schon ab der ersten Sekunde geht das Tier ab wie eine Rakete, die Bremse rattert nur so vor sich hin und ich bin froh, dass ich eine neue Schnur habe aufziehen lassen. Mist - jetzt geht der auch noch an den Rand und ausgerechnet da, wo das Gestrüpp im Wasser liegt - grrrrrrrr. Also die Bremse etwas zudrehen und gegenhalten. Geschafft !! Er schwimmt wieder Richtung Seemitte. Mannnn, der zieht aber. Fast 10 Minuten kämpfe ich mit dem unbekannten bis ich ihn zum ersten mal sehe. Ein Amur, schlank wie ein Torpedo und von beachtlicher Größe. Kaum hat er mich erblickt, geht das ganze schon wieder von vorne los. Nach wiederum einigen Minuten habe ich ihn dann im Kescher. Fast 90 cm ! Ich bin zufrieden .
So das muss reichen. Ich will die Fische essen und nicht für die Gefriertruhe fangen. Also packe ich zusammen und beende als glücklicher Fischer einen wunderschönen Angeltag an einem prima Wasser.

Kameradschaftliche Grüße und Petri-Heil

Euer Mitglied
René Barth

 

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